Gegründet: Das Bündnis Open Source Bildung

Am 9. Oktober 2026 haben wir in Berlin das Bündnis Open Source Bildung e. V. gegründet. Neun Gründungsmitglieder aus Hochschulen, Communities und Unternehmen haben die Satzung unterzeichnet und einen Vorstand gewählt. Was bisher als Netzwerk gewachsen ist, hat damit eine gemeinsame Struktur und eine gemeinsame Stimme.

Digitale Bildung braucht offene Technologien. Open-Source-Software ist an deutschen Hochschulen längst Standard: Die Communities der drei großen Lernmanagementsysteme ILIAS, Moodle und Stud.IP stehen zusammen für rund 90 % der staatlichen Hochschulen und mehr als zwei Millionen Studierende, dazu kommen Opencast für Videomanagement und BigBlueButton für Videokonferenzen. Was bisher fehlte, war eine Institution, die diese Communities bündelt, ihre gemeinsamen Interessen gegenüber Politik und Fördergebern vertritt und sich als juristische Person an Ausschreibungen beteiligen kann. Diese Lücke schließt das Bündnis.

Wer dabei ist

Gründungsmitglieder des Bündnisses sind:

  • Universität Osnabrück
  • Leibniz Universität Hannover
  • Hochschule Wismar
  • Stud.IP e. V.
  • ILIAS open source e-Learning e. V.
  • Moodle an Hochschulen e. V.
  • ELAN e. V.
  • data-quest
  • Kröpelin Projekt GmbH

Die Gründungsversammlung hat einen dreiköpfigen Vorstand gewählt: Cornelis Kater (Leibniz Universität Hannover), Merle Zander (ELAN e. V.) und Matthias Kunkel (ILIAS open source e-Learning e. V.). Die Eintragung in das Vereinsregister ist beantragt.

Was wir vorhaben

Das Bündnis will den Einsatz von Open-Source-Software in Bildung und Wissenschaft stärken und sichtbar machen. Konkret heißt das:

  • Eine gemeinsame Stimme für digitale Souveränität: Wir vertreten die Interessen der Open-Source-Communities im Bildungsbereich gegenüber Politik, Fördergebern und Hochschulleitungen und informieren über offene Alternativen zu proprietärer Software.
  • Qualität gemeinsam sichern: Mit Workshops, Tagungen und Entwickler-Formaten schaffen wir Raum für Austausch über Community-Grenzen hinweg und arbeiten an der Konkurrenzfähigkeit offener Plattformen.
  • Herausforderungen gemeinsam angehen: Themen wie Künstliche Intelligenz in der Lehre betreffen alle Communities. Wir bündeln Erfahrungen und Ressourcen, statt sie in jeder Community einzeln zu lösen.
  • Ausschreibungen und Förderprogramme: Als juristische Person kann sich das Bündnis an Vorhaben beteiligen, die einzelnen Communities bislang verschlossen waren.

Der Verein steht allen offen, die diese Ziele teilen: Hochschulen und Bildungseinrichtungen, Vereinen, Unternehmen und fördernden Einzelpersonen. Der Mitgliedsbeitrag ist bewusst niedrig gehalten, damit sich möglichst viele beteiligen können. Wer mitmachen möchte, findet die Satzung auf dieser Seite. Für weitere Fragen schreibt uns an unter info@opensource-bildung.de.

Wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit für offene, souveräne und zukunftsfähige digitale Bildung.


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